Pilot · München · 2026

Die Geschichten der schweigenden Stadt.

Wir bringen Münchens Skulpturen zum Sprechen — kurz, in der ersten Person, für ein zehnjähriges Kind. Keine App. Kein QR-Code. Die Skulptur selbst ist der Auslöser.

Residenz München · Pilot 2026

Ein Handwerk, kein Produkt.

München ist voll mit Skulpturen, die Geschichten tragen. Die Löwen vor der Residenz, der Drache am Rathaus, der Fischbrunnen, der Wittelsbacher Brunnen — schweigende Zeugen, an denen Millionen Menschen jedes Jahr vorbeigehen, ohne zu erfahren, was sie zu sagen hätten.

UrbanTales bringt diese Figuren wieder zum Sprechen. Ein Kind hält das Telefon der Eltern auf den Löwen vor der Residenz. Der Löwe bewegt sich, atmet, und erzählt vierzig Sekunden lang seine Geschichte — in der ersten Person, in einer Sprache, die ein zehnjähriges Kind versteht und nicht vergisst.

Keine Anmeldung. Kein Download. Kein QR-Code an der Wand. Die Skulptur selbst ist der Auslöser. Was ein Kind dabei lernt, lernt es durch die Geschichte, nicht trotz ihr.

Wir bauen das nicht als Stadtführer. Nicht als Spiel. Nicht als App. Wir bauen es als Handwerk — an der Schnittstelle von kuratorischer Arbeit, erzählerischer Sorgfalt und neuer Technologie. Mit den Institutionen, die diese Figuren seit Jahrzehnten bewahren.

„Ich stehe hier seit 1616. Und kein Kind hat mich je gefragt, warum."
Der Löwe der Besonnenheit · Residenz München

Der Löwe der Besonnenheit erwacht.

Vor der Residenz München stehen die vier Bronzelöwen, geschaffen um 1595 in der Werkstatt um Hubert Gerhard, Carlo Pallago und Hans Krumpper für ein nie realisiertes Wittelsbacher Grabmal — jeder verkörpert eine fürstliche Tugend: Stärke, Gerechtigkeit, Mäßigung und Besonnenheit. Seit 1616 wachen sie an den Residenzportalen. Der Löwe der Besonnenheit trägt eine Glückslegende, die seit Generationen unter Münchnern lebt — und kaum jemand kennt sie.

Mit dem Smartphone und vierzig Sekunden Aufmerksamkeit erzählt der Löwe seine Geschichte selbst. Sechs weitere Skulpturen der Altstadt-Route folgen — sieben Stationen, eine kuratierte Münchner Erzählung.

Diese Figuren sind nicht stumm, weil sie nichts zu sagen hätten. Sie sind stumm, weil wir verlernt haben, sie zu fragen.

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Mit den Bewahrern, nicht für sie.

UrbanTales sucht Gespräche mit Kuratoren, Museen, Bildungseinrichtungen und städtischen Institutionen, die ihre Sammlungen und Denkmäler für eine neue Generation öffnen wollen — auf eine Weise, die der Substanz dieser Figuren gerecht wird.

Wenn Sie das Projekt begleiten, mit eigenen Inhalten beitragen oder einen Pilot in Ihrem Hause prüfen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht.

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